für die Rheinlande 1789-1815

 

 
 

       

Anblick von Mainz 1807

 

 

 

Neue Sammlungsstücke

im Besitz der Stiftung

 

 

Über 200 zeitgenössische Dokumente und Sammlungsstücke sind seit Anfang 2016 hinzugekommen, sie werden sukzessive vorgestellt

 

 

 

ca. 1780/1790

Rock, Weste und Hose (Livrée eines Dieners), grüne Seide.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1791-1793

Sammlung von 200 französischen Assignaten (Papiergeld).

Mit den 1789 eingeführten Assignaten hoffte die französische Regierung, die Wirtschaft zu beleben. Ihr Wert sollte gedeckt sein durch den angestrebten Verkauf von Adels- und Kirchengütern, allerdings verlor das Papiergeld seinen Wert in den Folgejahren fast vollständig. 1797 wurden die Assignaten für ungültig erklärt.

1792

Custines Salva guardia für die Freie Reichsstadt Frankfurt, 2. November 1792 (deutsch/französisch, 1 Blatt)

Während des ersten Feldzugs der gerade ausgerufenen Republik Frankreichs an den Rhein konnte ohne militärischen Widerstand auch die Stadt Frankfurt eingenommen werden. Die frankreichfreundliche Haltung der Frankfurter Bürger schlug aber schnell um, als Custine vom Magistrat eine Kontribution in Höhe von 2 Millionen Gulden verlangte und anschließend noch Frankfurter als Geißeln nahm.

1793

Porträt Adam Lux (1765-1793). Lux, obwohl aus einfachen Verhältnissen stammend, konnte in Mainz studieren. Nach dem Einzug der Franzosen in Mainz wurde er Mitglied des Jakobinerclubs, später gewähltes Mitglied des Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents. Wie Georg Forster gehörte er zu den prominentesten Anhängern der neuen Bewegung. Er starb in Paris unter der Guillotine, da er sich in Publikationen für die Mörderin Charlotte Corday eingesetzt hatte.

 

 

1793

Plakat (78x34cm) mit Wahlaufruf zum Rheinischen Nationalkonvent, 18 Feb. 1793.

Wichtiges zeitgenössisches Dokument zur ersten deutschen Flächenrepublik, der sogenannten Mainzer Republik.

 

 

1793

Konventionsdekret vom 4. August 1793 "que la Garnison de Mayence a bien mérité de la Patrie".

Nach der Kapitulation der französischen Garnison in Mainz, wurde ihr Generalstab auf Befehl des Nationalkonvents, der durch Merlin de Thionville instruiert worden war, festgenommen, jedoch durch die Intervention von Aubert-Dubayet wieder freigelassen. Das Dokument bescheinigt das tadellose Verhalten der Garnision während der Belagerung der Stadt.

 

 

 

1793

Belagerung von Mainz, kolorierter Kupferstich (ca. 50x50cm)

Die Belagerung der von Custines Truppen gehaltenen Stadt Mainz durch deutsche Reichstruppen von März bis Juli 1793 war ein mediales Großereignis. Der Belagerungsring, der von den einzelnen deutschen Reichskontigenten gebildet wurde, wurde in zahlreichen Stichen abgebildet, die Belagerung selbst in zahllosen Zeichnungen und Gemälden festgehalten.

1795 (Blocus de Mayence)

Von Divisionsgeneral der Rhein- und Mosel-Armee, Schaal, am 11. Oktober 1795 in Oberingelheim für Capitaine Winter, Aide de Camp von General Dieudé, ausgestellte Bescheinigung über seine gute Führung als zeitweiliger Befehlshaber.

(Francois Ignace Schaal, 1747-1833, ist auf dem östlichen Pfeiler, 14 Reihe, des Arc de Triomphe, Paris, verewigt)

1795

Festungswerke von Mainz-Kastel, kolorierter Kupferstich.

Der rechtsrheinische Brückenkopf von Mainz kam seit dem 6. Januar 1793 wiederholt und bis zur letzten Rückgabe des von Frankreich gehaltenen Mainz 1814 eine besondere strategische Bedeutung zu. Durch die immer wiederkehrenden Zerstörungen ist die Festung im heutigen Stadtbild so gut wie nicht mehr erkennbar.

1797

Entlassungsurk

1797

Entlassungsurkunde vom 2. Juni 1797 für Jean Chené, Chasseur der vierten Kompagnie, drittes Bataillon der Rhein- und Mosel-Armee, wegen einer Schußverletzung.

1799

J. N. Becker: Beschreibung meiner Reise in den Departementen vom Donnersberge, vom Rhein und von der Mosel im sechsten Jahr der französischen Republik; Verlin, 1799

Becker (1773-1809), Jurist und leidenschaftlicher Anhänger der jungen Republik Frankreich, gilt als einer der schärfsten Verfechter der neuen Gesellschaftsordnung, wie sie die Französische Revolution propagierte. Seine Reisebschreibung ist wie ein Feldzug mit glühender Feder gegen die überkommenen Rechte von Adel und Kirche.

 

 

ca. 1813

"Hannoversches Unkraut"

Schmähgedicht auf die "Franzosenhuren", deutsche Frauen, die sich mit Franzosen eingelassen haben (4 S.)