für die Rheinlande 1789-1815

 

 
 


 
 

Geschichtlicher Hintergrund

Im Mai 1796 lagen sich Reichstruppen unter Erzherzog Karl und die Sambre-Maas-Armee unter dem Oberbefehl von General Jourdan an der Lahn gegenüber. Nach Aufkündigung des Waffenstillstandes durch den deutschen Kaiser konnte die Franzosen ab 1. Juni rasch über die Lahn nach Süden vorstoßen, wurden aber im September in der Schlacht bei Amberg (Oberpfalz) geschlagen und zogen sich entlang ihrer Vormarschroute überstürzt zurück. Sowohl beim Vormarsch, wie auch auf dem Rückzug des französischen Militärs kam es zu Gefechten bei Limburg/Lahn.

 

Gemälde Schlacht um Limburg (1796)

Stadtarchiv Limburg erhält Rahmen für das Bild (November 2018)

 

Das undatierte, aber zeitgenössische Gemälde von Theodor Albrecht zeigt die Stadtansicht von Limburg von Osten gesehen. Auf der Limburger Lahnseite steht österreichisches Militär, mittig im Vordergrund beobachten preußische Soldaten den Verlauf der Kanonade. Der französische Gegner steht auf der nördlichen Lahnseite. Das Gemälde gibt keinen Aufschluß, ob es sich um die Kanonade auf dem Vormarsch der Franzosen im Juni oder auf ihrem Rückzug im September 1796 handelt. Für das erste Datum spricht die Anwesenheit der preußischen Beobachter und der Umstand, daß die Szene nach Aufkündigung des Waffenstillstandes von dem Maler und allen Beteiligten bewußt gewählt werden konnte.

Das Gemälde lag ungeschützt und rahmenlos im Stadtarchiv Limburg - die Stiftung Historische Kommission für die Rheinlande 1789-1815 hat deshalb die Kosten für einen zeitgenössischen Rahmen übernommen und diesen an das Bild anpassen lassen.