für die Rheinlande 1789-1815

 

 
 
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Das Dings vom Dach, Teil 2

Die seit 1792 stattgefundenen französischen Feldzüge am Rhein haben bis heute Spuren hinterlassen. Es sind nicht nur Bodendenkmäler, wie Schanzen, Gräber der Gefallenen oder Dokumente in Archiven, es sind genauso Gegenstände, die von Soldaten zurückgelassen wurden oder Stücke aus Familienbanden, die gerade durch die kriegerischen Umstände erst entstanden sind. Die beiden hier gezeigten Porträts sind aus Familienbesitz in den Sammlungsbestand der Stiftung übergegangen.

 

Jacques-Félix Jan de la Hamelinaye (1769-1861) & Marie Frédérique Wilhemine Ouvrier

Portraits des Ehepaars

 

Jacques Felix Hamelinaye war französischer Kriegsteilnehmer am Rhein der ersten Stunde. Unter General Custine machte er den Feldzug 1792 nach Mainz und Frankfurt und war auch 1796 wieder in der Region, als die Sambre-et-Meuse-Armee unter Jourdan von der Lahn aus über Taunus und Wetterau bis nach Würzburg vorstoßen konnte. Laut mündlicher Familienüberlieferung war er während des französischen Vorstoßes kurzzeitig in Gießen in dem Haus eines evangelischen Pfarrers untergebracht. Die Familie war als Hugenotten den Geschehnissen in Frankreich seit der Revolution offen zugetan, aber mehr noch kamen sich die Tochter des Hauses und der junge Hauptmann Hamelinaye näher. Er versprach sie zu heiraten, wenn er aus dem Feldzug lebend zurückkäme - das war wenige Wochen später, im September 1796, tatsächlich der Fall!

Hamelinaye und seine Frau durchlebten die Epoche der Revolution und Napoleons als Kriegsteilnehmer auf vielen Schlachtfeldern Europas, dafür wurde Hamelinaye 1811 von Napoleon zum Baron de L'Empire ernannt. 1814 erhielt er das Kreuz der Ehrenlegion. Er starb 1861 hochbetagt in Rennes.

 

 

 
  Das Dings vom Dach, Teil 1    

 
 

Reisebesteck (1807/1813) mit Drudenfüßen